Mittwoch, 12. Dezember 2007

14.5 Woche

Also zum vorletzten Mal News aus Irland, denn nächste Woche werde ich es wohl erst am Dienstag abend schaffen und dann bin ich mit meinen Eltern unterwegs! Yippi!

Die letzte Woche zog sich elend lang hin. Ich hätte ja eigentlich Geschichte lernen sollen, aber so richtig fehlte mir jede Motivation, wenn man schon vorher weiß, dass es sowieso keine 1 oder 2 werden wird, und für eine 3 brauche ich mich nicht sonderlich anstrengen, von daher habe ich mich auf das nötigste konzentriert: Aufklärung, Napoleon, Französische Revolution und Industrialisierung und man glaubt es kaum, ich konnte aus den 10 Fragen am Montag sogar wählen, insgesamt hätte ich vier beantworten können. Mal sehen ob es reicht, bestehen will ich es, aber mehr auch nicht. Wer braucht schon Geschichte, habe das eh nur aus eigenem Interesse gemacht, weil ich in ja Geschichte Leistungskurs war.

Gestern konnte ich nun endlich mit Politik anfangen. Am Samstag früh habe ich Klausur in Ethnische Konflikte! Das ist ziemlich viel zum Lesen und Lernen, aber ich bin sowohl gestern als auch heute gut voran gekommen und habe schon einiges abhaken können. Da vergeht die Zeit auch gleich schneller, wenigstens etwas. Im Hinterkopf geistert mir dann auch immer gleich noch meine Magisterarbeit herum, wo ich endlich konkreter beim Thema werden muss. Von daher muss ich mich dann gleich noch einmal dran setzten, mein Problem, ich habe zu viele Ideen für 80 Seiten! und kann mich leider nicht wirklich entscheiden, welche ich denn verwirklichen will. Aber es bleibt dann ja immer noch die Dr.-Arbeit für so was, falls ich sie mal schreiben sollte.

Nun ist schon Mittwoch, noch zwei Tage zum Lernen und Englisch muss ich mir wenigsten auch einmal anschauen, denn Samstag Nachmittag habe ich auch noch die Klausur. Aber da werde ich ein- bis zweimal drüber schauen und den Rest wie immer eher aus Gefühl machen. Bisher hat das immer gut funktioniert. Wenn ich die Regeln lernen würde, könnte ich sie mir sowieso nicht lange merken.

Sonntag und Montag muss ich dann für meine letzte Klausur am Dienstag büffeln, da ist es etwas einfacher, weil ich das meiste schon irgendwie hatte, vor allem in den Kursen bei Herrn Jesse und Gallus, von daher sollte die Arbeit nicht das Problem sein. Außerdem besteht sie aus zwei Teilen, 1 Teil sind Fragen zu Sitzungen 1-8 und 2 Teil zu Sitzungen 9-12. Von daher ist es schon vorhersehbar was ungefähr dran kommen kann. Danach will ich dann das letzte Mal in die Arena und abends noch Koffer packen, denn wenn ich mit den Eltern unterwegs bin, kommen sie unser Apartement checken, damit wir unsere Kaution wiederbekommen und da muss alles sauber und ordentlich sein.

Bis Dienstag, drückt mir die Daumen, eure LM

Sonntag, 2. Dezember 2007

13. Woche

Hallo an alle,

und wieder ist eine Woche vergangen. Mensch, mensch. Diese Woche hatte doch wahrlich ihre Höhen und Tiefen. Anfang der Woche steckte ich mal wieder in einem emotionalen Tief, aus dem ich am Mittwoch endlich wieder raus war und auch etwas geschafft habe.

Mittwoch an sich war nicht schlecht, denn ich habe mit Rachael in London telefoniert und wir haben alles für Januar klar gemacht. Ich habe das Zimmer! Yippi! Da war ich so glücklich, denn die Suche nach einem Zimmer in London war doch sehr ermüdend, zeitaufwendig und mitunter ernüchternd. Ich hatte sehr viele Leute angeschrieben, aber die meisten hatten sich nicht zurückgemeldet. Bei ihr hatte ich Glück, somal auch nur jemand für Jan-März gesucht wird. Da passte ich dann halt rein. Da meine Arbeitszeiten an der Botschaft ca. von 8.30-17.00 sind, werde ich eh nicht mehr als Schlafen in dem Zimmer. Mit der Tube sind es 30 Min Fahrtweg, dann noch das Laufen mit einrechnen, also ca. 45 Min um auf die Arbeit zu kommen, aber das stört mich nicht. Das Haus ist für 5 Leute insgesamt und das scheint ne recht lustige Truppe zu sein. Klang am Telefon zumindest so. Mein Zimmer ist recht groß, alles vorhanden, zwei Bäder im Haus und was ganz wichtig ist, Telefon und Internet (W-Lan), was auch funktioniert. Im Gegensatz zu Irland. Damit ich auch mit allen zu Hause weiter Kontakt halten kann. Acht Wochen sind dann ja auch nicht so lange wie 16 Wochen und ich plane im Februar nach Hause zu kommen, wenn Kai Geburtstag hat, sodass ich was zum Vorfreuen habe, sozusagen.

Das wird das Zimmer sein, in London

Das links ist Rachael und rechts ihre Freundin und Mitbewohnerin

Donnerstag bin ich dann mal in die Stadt, wollte mir zwei Museen anschauen, von denen ich hinter aber sehr enttäuscht war. Als erstes bin ich ins Georgian House. Ein altes renoviertes Haus. Da sie sich momentan in vorweihnachtlichen Vorbereitungen befanden, musste ich keinen Eintritt bezahlen. Hinter her hätte ich mich wahrscheinlich auch geärgert. In vielen Räumen standen keine Möbel und es gab auch keine Erklärungen. Trotzdem ein paar Bilder, denn das Wetter am Donnerstag war ein Traum: blauer Himmel - Sonnenschein und warm. Danach habe ich doch noch mal in die Limerick Kunstgalerie reingeschaut, aber auch das war enttäuschend. Die Bilder sind wahrlich nicht mein Geschmack, fast alles moderne Kunst. Ja und dann habe ich noch ein wenig Geld ausgegeben. Habe endlich mal was zum Anziehen für die Botschaft gefunden, aber ohne ordentliche Berater, macht Bummeln nicht wirklich Spaß.


im Georgian House

Stadtpark von Limerick (beachte den blauen Himmel)

Mein Wochenende war sofar ganz OK. Ich habe die letzten Tage was geschafft mit Lernen für Etnische Konflikte. Morgen muss ich nun endlich mal Geschichte anfangen, denn am 10.12. ist meine Klausur, die richtige Lust dazu habe ich nicht, aber ich will ja auch das die Zeit vergeht.
Gestern wollten Kai und ich eigentlich via Skype telefonieren, aber meine Oma hatte es vergessen, so dass er vor verschlossenen Türen stand. Abends haben es wir noch einmal probiert, aber die Qualität war nicht so gut, aber vorhin hat es es endlich geklappt. Das ist doch schon was anderes, wenn man den anderen in bewegten Bildern sieht. Vielleicht klappt es nächste Woche wieder.

Also bis bald, eure Linda-Maria


Sonntag, 25. November 2007

12. Woche

Also nun sind wir schon in der 12. Woche. Noch 4 Wochen, dann bin ich wieder in deutschen Landen. Bis dahin, muss ich aber noch eine Vorlesungswoche und 4 Klausuren, die denke ich mehr oder weniger schwer werden, überstehen.

Diese Woche gab es zwei weitere Essayergebnisse für mich. Der Vorteil hiert, mit einem guten bis sehr guten Essayresultat, hat man schon fast die Halbe Miete für die Endnote, in einigen Kursen, sogar mehr als die Hälfte, was recht angenehm ist, denn dann geht man schon ganz anders an die Klausuren ran und macht sich selber nicht so einen Stress, die Endergebnisse gibt es dann aber eh nicht vor Ende Februar.

Also in Geschichte, haben wir noch einmal unser 1. Essay bekommen und ich wurde noch einmal eine Note runtergestuft, auf ein C1, langsam ist es nicht mehr feierlich. So etwas würde es bei uns definitiv nicht geben. Dafür hat er mich für das zweite Essay wieder gelobt, wie toll das war, vor allem das Literaturverzeichnis. Manchmal frage ich mich aber was die hier Lernen. In ethnische Konflikte hatte ich ein A2, da war ich sehr überrascht und habe mich auf riesig gefreut. Das war ein tolles Ende für diese Woche. Jetzt habe ich nur noch zwei Essays ausstehen.
Dann ist Kai wieder gekommen. Das war echt toll, jetzt können wir endlich wieder öfterer telefonieren.

Und gestern waren wir in Galway, ein kleines, aber feines Städtchen. Wir sind extra wieder zeitig raus, 6.30 Uhr aufstehen, nicht gerade meine Zeit, aber einmal in 4 Wochen geht das schon. Wie ich London überstehen soll, wenn ich immer so früh aufstehen muss, weiß ich auch noch nicht. Jedenfalls sind wir 7.30 Uhr los und haben auch den Bus bekommen. In der Stadt hätte der Bus aber 8.25 Uhr fahren sollen, daraus wurde nichts, wegen technischen Defekt hatte der Bus Verspätung. Als er dann endlich kam, mussten wir unser Ticket aber am Schalter gegen ein richtiges Tauschen, was uns der Typ ruhig hätte eher sagen können, auf dem Zettel steht nämlich eigentlich das es der Busfahrer macht. Naja, so mussten wir den nächsten Bus nehmen, aber dann hätten wir von vornherein später losmachen können. 12 Uhr waren wir dann endlich in Galway angekommen. Die Busfahrt zog sich irgendwie ewig, als der Bus am Flughafen halt machte, wurde alle wehmütig, in 4 Wochen sind wir hier usw. Mir ist noch niemand begegnet, der nicht gerne wieder nach Hause möchte. Die 1. Amtshandlung in Galway, war was zu Essen suchen, wir hatten alle ziemlichen Hunger. In einem urischen Pub haben wir uns Paninis, Sandwiches und Bagels gegönnt. Nicht schlecht. Danach sind wir durch die Gassen von Galway geschlendert, die Stadt hat touristisch nicht viel zu bieten, aber jede Menge Pubs/Kneipen und Shoppinggelegenheiten. Die anderen Mädels haben diese Chance auch gleich wieder wahrgenommen und gekauft. Ich weiß immer gar nicht was ich kaufen soll, denn hier gibt es auch nichts anderes als bei uns. Wir sind dann zum Meer gelaufen, zwischendurch hat es mal 5min geregnet und danach kam kurz die Sonne raus. Halt typisches, irisches Wetter. Jedenfalls sind wir dann am Wasser ne Weile rumgeschlendert, bevor wir uns Kaffee gegönnt haben. Tollpatschig wie ich bin, musste ich meinen Cappuchino runterschmeißen, die nette Bedienung hat mir dann aber noch einmal umsonst einen gemacht. Danach waren wir noch in Penneys, irgendwie stürmen die Iren da alle immer rein und sind dann mit dem Bus wieder Heim. 20.1o Uhr waren wir endlich wieder in der Wohnung, müde und kaputt, aber glücklich über den schönen Tag.

Liebe Grüße
Eure Linda-Maria

PS Noch ein paar Fotos


In dem Pub waren wir Mittag essen

Die Gassen von Galway

Unsere 6er Kombo bestehend aus 3 Französinnen und 3 Deutschen Mädels
von links nach rechts
Stephanie (F), Ich (D), Julia (D), Julie (F), Marion (F) und Sabrina (D)

Ich an der Promenade von Galway

Im Hintergrund das Meer

Sonntag, 18. November 2007

11. Woche

Hallo meine Lieben zu Hause,

und wieder ist eine Woche vergangen. Diese Woche haben wir nichts spezielles gemacht. Ich hatte die letzten zwei Wochen ziemlich viel zu tun. Insgesamt mussten 3 Essays fertig gestellt werden. Daher habe ich das letzte Wochenende ja auch wieder mit lernen verbracht. Ich wollte es halt bis Dienstag schaffen, da war der Abgabetermin für mein letztes Essay. Da mir Raymond, ein Amerikander letzte Woche Mittwoch angeboten hatte, es mit mir durchzugehen, hatte ich das Essay auch bis Dienstag fertig und mich darauf verlassen, letztendlich war er dann aber nicht im Seminar und ich stand da. Was nun? Also habe ich ein paar andere Leute gefragt, am Ende hat mir Kate, eine Irin aus meinem Ethnic Politics Kurs geholfen. Eigentlich fand ich sie ganz unsympathisch, aber wir haben ein wenig gequatscht und sie ist eigentlich ganz nett. Sie hat sich jedenfalls 90 Minuten Zeit genommen und ist mit mir das Essay durchgegangen, was ich falsch gemacht habe usw. Sie hat vor allem viele Kommas gefunden. Aber die kann ich in Deutsch ja auch nicht wirklich setzten, dafür habe ich Kai, der dann regelmäßig eine Tüte Kommas ausschüttet. Mal schauen, diese Woche Mittwoch, sollten wir die Resultate bekommen, ob das Essay diesmal besser ausfällt als ne 2-, auch wenn das Beste in dem Kurs eh nur eine 2+ ist. Was total schräg ist. Jedenfalls habe ich dann am Dienstag das Essay abgeben können, pünktlich und seitdem gehts mir besser, kein Stress mehr, machen was ich will, in aller Ruhe, einfach herrlich. Zu meiner Schande muss ich aber gestehen, hin und wieder ist mir langweilig und dann schaue ich immer in mein Email Postfach: leer. Niemand schreibt mir, aber ich denke mal ihr habt auch alle viel zu tun so vor Weihnachten.

Fleißig wie ich bin, habe ich aber diese Woche meinen Erasmus Bericht geschrieben und die kommende Woche will ich endlich meinen Praktikumsbericht schreiben, das wird auch mal Zeit nach einem Jahr. Zum Glück gibt es keine Fristen dafür. Wenn ich den fertig habe, mach ich dann mit meiner Magisterarbeit fertig. Bevor ich nach London fliege, möchte ich mich gerne noch mit Frau Prof. Neuss treffen um mit ihr das Thema durchzugehen, damit ich in London weiter dran arbeiten kann. Also ein wenig habe ich dann noch zu tun. Aber ich mache mir keinen Stress deswegen, sind ja noch 5 Wochen die gefüllt werden müssen, denn für die Klausuren werde ich nicht wirklich lernen. Ich gehe alles mal durch, die Bücher habe ich ja gelesen, von daher müsste das OK sein. Wie es aussieht dürfen wir eh kein Wörterbuch verwenden, da wird es eh schwieriger.

Gestern hatten wir mal wieder einen ganzen Regentag. Als ich aus dem Aldi kam, fing es mit Regnen an und hat sich dann richtig eingeregnet. Wir wollten Bummeln gehen, das habe ich dann gecancelt, denn ich bin früh schon von Kopf bis Fuß nass geworden, das wollte ich dann nicht nochmal. Also sind wir heute ins das größte Shopping Center hier gefahren, Crescent. Da gibt es alles auf einen Haufen; H&M, ZARA uvm. Gekauft habe ich mir aber nicht wirklich was, nur ein Tshirt. Ich habe viel anprobiert, wie Anzüge usw. Sachen die ich in der Botschaft tragen kann, muss in der Beziehung ja meinen Kleiderschrank aufpeppen, habe nur einen Anzug und den haben wir auch erst letztes Jahr gekauft. Vieles sah auch toll aus, aber gerade die Hosen ziehen immer so Falten. Bei Gelegenheit will ich noch mal alleine los, für sowas brauche ich meine Ruhe und eigentlich auch einen Berater, aber mein Schatz treibt sich noch in Florida rum. Morgen fliegen sie aber wieder nach Hause, und Dienstag sind sie dann wieder da. Darauf freue ich mich schon sehr, nur noch 1h Zeitverschiebung usw.

Mal schauen, diese Woche müsste ich die Noten für 4 Essays wieder bekommen, mal sehen was drauß wird. Ach noch etwas zum Schluss. Am Freitag habe ich mich mächtig in Englisch geärgert. Wir müssen ja eine Vortrag über ein Thema unserer Wahl halten, zum Glück hatte ich meinen schon, sonst hätte sich das bestimmt auf meine Note ausgewirkt. Anyways, am Freitag haben die zwei Tschechen Mädels, Adriana und Eva, ihren Vortrag gehalten. Das Niveau ist insgesamt in dem Kurs wie 10 Klasse. So fühle ich mich auch, wie Schule, habe mich echt geärgert diesen Kurs überhaupt gemacht zu haben. Jedenfalls hatten die zwei eine Power Point, und Adriana schaute aber immer zum TV/PPt anstelle zu den Studenten oder Lehrer. Nach 5 Minuten habe ich mich gemeldet und sie gebeten, ob sie nicht mehr zu uns reden könne. Denn viele, v.a. unserer Lehrerin hatten sie nicht richtig verstanden. Hatte aber nix genützt, sie schaute weiter zum TV. Am Ende des Vortrages ist die Lehrerin, ich nenne keine Namen, fürchterliche Person, frage mich manchmal wie der Lehrerin werden konnte, förmlich ausgeflippt und laut geworden. Sie meinte was sich manche Leute einbilden (da war ich gemeint), einfach einen Vortrag zu unterbrechen (ich hatte mich gemeldet, wie das so üblich ist), das wäre einfach falsch, sie verwendete rude und disrespectful usw. Was ich wiederum gar nicht teile. Ich Chemnitz machen wir das die ganze Zeit, so lange wir uns melden, wie soll der Referent wissen, dass ihn das Publikum nicht versteht, wenn man ihn nicht drauf aufmerksam macht, am Ende ist es zu spät. Jedenfalls zeigte mir das mal wieder, das unsere Ausbildung wesentlich besser ist. Hier wird man dazu angelernt, nichts zu sagen. Und wer mich näher kennt, das ist sehr schwer für mich, nichts zu sagen. Hat mir meine Ehrlichkeit leider mal wieder schlechte Punkte eingebracht, aber ich konnte die Frau vom 1. Tag nicht leiden. Was sicherlich auf Gegenseitig beruht. Zum Glück nur noch 2 Freitage mit ihr. Dann wars das hier auch schon, denn dann ist die Vorlesungszeit rum, und dann sind nur noch 3 Wochen, lernen und schreiben von Klausuren.

Also bis nächste Woche, vielleicht auch wieder mit Bildern, wir wollen vielleicht nochmal wegfahren, entweder Galway oder Waterford, haben uns noch nicht entschieden.

Liebe Grüße LM

Freitag, 9. November 2007

10. Woche

Hallo,

jetzt geht es ziemlich schnell dem Ende zu. Irgendwie habe ich die letzte Woche als viel zu kurz empfunden, denn ich musste zwei Essays abgeben, und heute fange ich mit dem letzten Essay an. Ich mache drei Kreuze, wenn ich das nächste Woche abgegeben habe. Leider habe ich noch keinen Satz gelesen, damit will ich heute noch beginnen.

Am Samstag waren wir wieder im Cornmarket, siehe Bilder. Das war doch wieder sehr lustig. Diesmal habe ich ein Bild gemacht von einem der Mädels da, irgendwie wissen die nicht wie sie sich anzuziehen haben. Naja.


So sollte man vielleicht nicht aus dem Haus gehen!


Susanna und ich


Julie und ich, wir sind nicht betrunken


Marion und ihr Benjamin


Ansonsten gibt es nicht viel zu berichten, außer das ich im Januar-Februar nach London gehe. Gestern habe ich eine Zusage bekommen für ein Praktikum in der Botschaft. Ich bin so glücklich. Nach Washington D.C. ist das die wichtigste Botschaft Deutschlands, da bin ich mal gespannt. Das heißt, ich bin 2 Wochen zu Hause, was etwas Schade ist. Denn ich freue mich riesig auf zu Hause, das Essen, usw. Und dann schon wieder Linksverkehr und nicht gerade das beste Essen der Welt, für weitere zwei Monate, aber ich werde das schon irgendwie überstehen. Wer Zeit und Lust hat, ist gerne eingeladen mich zu besuchen, denn zum Glück gibt es gute Verbindungen von Dresden und Leipzig nach London, auch für wenig Geld.

Für diese Woche war es das erstmal, ich grüße euch alle ganz lieb,

eure Linda-Maria

Dienstag, 30. Oktober 2007

8. Woche und 9. Woche

8. Woche

Hallo nach Deutschland,

letzte Woche habe ich es einfach nicht anders geschafft, aber was wir am Wochenende erlebt haben, war einfach zu viel, um es an einem Abend aufzuschreiben, somal es zu lange dauert, alle Bilder hochzuladen!

Also nun zur letzten Woche. Die Woche über war ich damit beschäftigt, mein Essay für Politik fertig zu stellen. Da ich am Mittwoch mein zweites Essay zurückbekommen habe, mit dem Ergebniss B2 oder 77,7%. Das Benotungssystem hier ist ganz anders als bei uns, A1 und A2, dann B1 bis B3 usw. Da Stau am Kreisverkehr war, kam ich zu spät zum Tutorium, Eamon unser Tutor hatte schon angefangen über die Essays zu sprechen. Leider war er sehr verärgert über die Ergebnisse. Die Mehrzahl war unter den Erwartungen geblieben. Er meinte nur, das ist das zweite Jahr, da muss das Essay schreiben funktionieren usw. Ich habe mich nicht wirklich angesprochen gefühlt, da es für mich das 1. Essay überhaupt war, weil wir ja eigentlich lernen wissenschaftliche Hausarbeiten zu schreiben, was im Grunde was ganz anderes ist. Dann bekamen wir den benoteten Schein und ich war doch zufrieden, somal ich mit zu den Besten gehörte und auf meinem Schein stand, dass wenn meine Grammatik besser wird, ich das nächste Mal eine Eins schaffen kann. Das hat meinem Ego natürlich gefallen und ich habe am Nachmittag mein anderes Essay fertig geschrieben. Die restlichen Tage war ich mit den Reisevorbereitungen fürs Wochenende beschäftigt, denn es stand unser Trip an.

Samstag früh haben Susanna und ich uns 8.30 auf den Weg in die Stadt gemacht. Ich war doch sehr glücklich das sie dabei war. Erstens hat sie mich super durch Irlands Straße geleitet, zweitens haben wir uns super verstanden und drittens ist sie eine ganz Liebe. Außerdem hatte ich somit jemanden mit dem ich Deutsch sprechen konnte, da erfahrungsgemäß meine zwei Französsinen nicht immer Englisch reden. Gegen 9.00 waren wir in der Stadt, 9.30 fuhr der nächste Bus. 9.45 waren wir dann bei der Autovermietung, die sich eigentlich in Downtown Limerick befinden sollte, aber eher am Stadtrand lag. Zum Glück war der Typ auch schon da. Nun dachte ich es wird teuer, wegen dem Alter, aber wir wurden positiv überrascht und mussten nur 4,50 Euro Straßensteuer bezahlen. Und dann ging es los. Die ersten Meter waren sehr ungewohnt. Das Lenkrad ist offensichtlich an der falschen Stelle, Schalten mit Links, beim Anschnallen habe ich immer ins Leere gegriffen. Aber das hat geklappt, mit 4 Augen! Wir sind dann nach Hause und haben schnell die Mädels und unsere Sachen geholt.

Gruppenbild mit unserer Limosine fürs Wochenende
(Ich, Marion, Julie, Susanna)

Das ist unsere Familienkutsche für die nächsten drei Tage gewesen, ein Amerikaner, Chevrolet. Das Schalten mit Links ist komisch, ich habe die Gänge nicht immer gleich gefunden, musste Susanna immer fragen ob der Gang richtig ist. Auch der Rückwärtsgang ist komisch, im Grunde wie bei Kai's Opel, man muss so einen Ring hochziehen, aber naja. Ich habe mich dran gewöhnt. Gestern als ich das Auto wieder weggeschafft habe, fühlte es sich an, als hätte ich nie was anderes gemacht. Etwas Angst hatte ich ja vor dem Kreisverkehr, da die Iren nicht sehr rücksichtsvolle Autofahrer sind, aber es ging. Mit der Zeit wird man gewagter.


Für Touristen wie uns, damit wir es auch ja nicht vergessen!

Damit wir Touristen auch ja nicht vergessen, auf welcher Seite wir zu fahren haben, habe die Iren sowohl im Auto als auch an den Straßen Hinweise angebracht, die uns in regelmäßigen Abständen daran erinnert haben. Susanna schaffte es während der Fahrt, dieses Schild mit der Kamera einzufangen.


Das wir es wirklich nicht vergessen, nochmal!


Der Beweis, ich bin Linksgefahren!

Wie ihr sehen könnt, ich bin wirklich gefahren. Immer sehr konzentriert. Das Fahren hat mich doch sehr angestengt. Ich musste arg aufpassen, zum Glück hatte ich Susanna zu meiner Seite, weil Marion und Julie die meiste Zeit die Augen zu hatten. Da Irlands Staßen nicht die Besten sind, was Qualität und Größe anbelangt. Im Grunde gibt es nicht wirklich Autobahnen, meistens nur um die großen Städte für einige Kilometer. Daher sind die meisten Straßen eher Bundes- oder Landstraßen auf denen man 100 km/h fahren konnte. Da sie aber auch sehr schmal und kurvig sind, bin ich meist nur 70 gefahren. Das war den Iren zu langsam und sie haben bei durchgehendem Strich, sowie in den Kurven überholt. Aber ich wollte das Auto ja gerne ohne Beulen wieder abgeben.

Unser erste Ziel war der Rock of Cashel. Dieser galt Jahrhunderte als Symbol königlicher und priesterlicher Macht. Ab dem 4. Jh. war er Sitz der Könige von Munster, deren Reich sich über ganz Südirland erstreckte. 1101 übergaben sie den Cashel der Kirche, die hier ein religiöses Zentrum schuf., das bis zur Belagerung durch die Armee Cromwells im Jahre 1647, bei der mehr als 3000 Menschen starben, bestand. Im 18. Jh. wurde die Kathedrale aufgegeben.


Rock of Cashel


Der Rock of Cashel

Ich auf dem Rock of Cashel

Nach dem Rock of Cashel haben wir uns auf den Weg gen Süden gemacht. Die Fahrt führte uns über mehr oder weniger schnelle Straßen. Es gab zwar irgendwann eine Autobahn, die hätte aber Geld gekostet, deswegen haben wir die normale Straße bevorzugt. Außerdem wollten wir ja was von der Landschaft sehen. Was auch sehr interessant war, Learners, ist es nicht erlaubt, auf der Schnellstraße zu fahren. Learners sind sowas wie Anfänger in Irland. Aber das funktioniert hier irgendwie anders als bei uns. Gegen späten Nachmittag sind wir dann in Cobh gelandet, mehr oder weniger. Wie ihr an den Fotos sehen könnt, war das Wetter nicht so schön. Aber wir haben das Beste draus gemacht. Wir hätten uns gerne die Auswandereraustellung angeschaut, nur leider war die sehr teuer und die Zeit hätte nicht ausgereicht, dafür waren wir zu spät. Also haben wir die kleine, nette Stadt so erkundet.


In Cobh (ausgesprochen couv), am Pier!


Cobh liegt auch Great Island, einer der drei Inseln im Hafen von Cork. Die terrassenförmig angelegten viktorianischen Häuserreihen am Hafen werden überragt von der neogotischen Kathedrale St. Colmans. Nach dem Besuch Königin Victorias 1849 wurde Cobh in Queenstown umbenannt, nahm aber 1921 wieder seinen alten Namen an. Cobh liegt an einem der größten Naturhäfen der Welt und war im 18. Jh. ein wichtiger Marinestützpunkt und Handelshafen. Von hier aus schifften viele Iren nach Amerika aus.(Denkmal im Hafen) Darüber hinaus war Cobh Anlaufhafen für viele Luxusliner wie die Sirius und 1912 war Cobh die letzte Station der Titanic auf ihrer Unglücksreise. (Gedenkstein im Zentrum)

Das Zentrum von Cobh, mit Blick auf die Kathedrale



Die Kathedrale von Cobh, ein Gotisches Meisterwerk.


Die Kathedrale von Innen (Taufe)

Die Kathedrale ist sicherlich das Highlight des Ortes. Nur leider konnten wir Innen nicht so umherwandern wie gewollt da gerade eine Tauf-Zeremonie stattfand. Daher haben wir uns ins Kirchenschiff gesetzt und die Kathedrale genossen. Die Iren sind ja sehr katholisch, daher wird jedes Kind getauft, aber es war eine Massentaufe, wie am Fließband, ein Kind nach dem anderen. Der Pastor hat seinen Text runtergeredet, einer nach dem anderen. Das wäre mir nichts, da es nichts besonderes mehr ist, bei 20 Babies auf einmal. Als es dunkel wurde und auch wieder mit regnen angefangen hat, sind wir nach Cork gefahren um was zu essen. Leider hatten die anderen nur Lust auf McDoof, aber gut. Für einen Abend geht das mal, somal ich kein Maci für 8 Wochen hatte.

Unser Hostel in Midelton

Nachdem wir uns gestärkt hatten, haben wir uns auf die Suche nach unserem Hostel gemacht. Leider haben wir es nicht gleich gefunden und ich musste erstmal nachfragen, aber dann hat alles geklappt. Wir hatten ein 6er Zimmer für uns 4, was richtig gut war. Alles sauber, ruhige Lage, da hatte ich doch was gutes gebucht. Marion und Julie haben auch noch einen einsamen Franzosen getroffen, der im Hostel wohnte, weil er für 3 Monate in Midleton zum Englisch lernen und arbeiten weilt. Susanna und ich sind aber zeitig ins Bett, haben noch lange geredet, während die anderen beiden noch weggangen sind, in eine Bar. Diese Nacht war extrem stürmich, der Wind hatte durch die Lüftung gepfiffen, das klang wie eine Alarmanlage, daher bin ich mitten in der Nacht aufgestanden um zu schauen ob unser Auto nach da steht. Typisch ich.

Unser Zimmer


Die Abreise

Das das Wetter Sonntag morgen so wunderschön war, hatten wir uns entschlossen einen kleinen Abstecher zum Meer zu machen. Und wie ihr an den Bildern sehen könnt, hat es sich gelohnt. Das Wetter war traumhaft, Sonne, aber auch sehr viel Wind, sehe meine Haare!


Am Strand von Ballycotton

Ballycotton (Ebbe)

Am Strand von Ballycotton

Da wir noch eine lange Fahrt vor uns hatten, haben wir uns nach einer Stunde Sonne, auf den Weg gemacht. Leider fuhren wir auch dem Regen entgegen. Das Wetter in Irland ist mir ein Phänomen für sich, das ändert sich minütlich. Die Fahrt nach Killarney hat uns wieder durch herrliche Landschaften geführt und hinauf in die Berge, da Killarney etwas hügelig gelegen ist. Die Stadt selber ist sehr überfüllt, wir brauchten 30min durch die Stadt um an unser Ziel zu kommen. Den Torc Wasserfall und Muckross House and Gardens, wo wir eine Hausbesichtigung vorhatten, leider ging das nur mit Führung, hätte eine Stunde gedauert und wir hätten 30min warten müssen. Da es schon Nachmittag war und wir noch nach Limerick zurück wollten, konnten wir das leider nicht machen. Ebenso erging es uns wenig später bei Ross Castle.


Am Lake Killarney

Torc Wasserfall

Hier stürzt der Owengarriff River durch das bewaldete Friar's Glen in den Muckross Lake.

Ross Castle an Lake Killarney

Ross Castle erbaut um 1420 war die letzte Bastion der Iren gegen die
Truppen Cromwells, die sie 1653 eroberten.


Das Wetter, Lake Killarney, 10 Minuten später als oben!

Wie ihr oben sehen könnt, hat uns der Wettergott doch noch mit Sonne beglückt. Als wir nach Ross Castle sind, hat es wie aus Eimern gegossen, mein Schirm hat es gar nicht ermachen können. Als wir 10min später wieder raus sind, konnte ich diese Bilder schießen. Blauer Himmel - Sonnenschein. Nun konnten wir uns auf den Heimweg machen. Wir brauchten wieder 30min aus der Stadt. Gegen 17.30 waren wir in Limerick angekommen. Wir wollten noch Shoppen gehen, mussten ja das Auto auch nutzen, endlich keine Beutel schleppen. Leider hatten hunderte Iren das gleiche vor. Es war verrückt, zum Sonntag abend, ein Betrieb auf der Straße und im Supermarkt. Aber es hat sich gelohnt, ich konnte soviel Wasser kaufen das es für die nächsten 3 Wochen mindestens reicht und ich Sonntags nicht 30min hin und 30min zurück laufen muss.

9. Woche

Der Montag stand ganz im Sinne von den Cliffs, 9.00 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht. Die Straßen waren um diese Uhrzeit und weil Feiertag war, noch ziemlich leer. Daher sind wir schneller durchgekommen als ich dachte. Und mit dem Wetter hatten wir auch Glück. Ein paar Sonnenstrahlen konnten wir noch erhaschen wie ihr an den Bildern sehen konntet. Aber es war ein schrecklicher Sturm, ich hatte manchmal Angst das es einen über die Brüstung zieht. Der Anblick war einfach traumhaft. Ich denke die Klippen muss man gesehen haben, wenn man in Irland war.


Cliffs of Moher erstrecken sich auf 8 Kilometer Länge 200 Meter Höhe.



Cliffs of Moher


Wir vier mit Webcam geschossen!


Auf unserem Rückweg haben wir einen Zwischenstop bei Aldi gemacht, um weitere Einkäufe zu erledigen, was toll war, denn nun brauchen wir uns für bestimmte Sachen nicht ständig abbuckeln. Da unser Aldi wegen eines technischen Defektes geschlossen war, mussten wir einen anderen anfahren. Was nicht schlecht war, denn da gab es ein paar Sachen die es in unserem Aldi nicht gab.

Dienstag früh habe ich meine Kurse ausfallen lassen, mehr oder weniger Freiwillig, da ich das Auto zurückbringen musste. Leider habe ich fast 90min auf den Bus warten müssen. Abends war ich natürlich nur noch darauf gespannt, mit meinem Schatz zu reden, denn ja er ist wieder in Deutschland, zumindest für ein paar Tage, denn am Montag gehts auf die nächste Reise. Daher ist die ganze Woche bisher toll gewesen, jeden Tag was von ihm zu hören und morgen werde ich ihn auch sehen, über Skype! Nach 9. Wochen endlich wieder live und in Farbe.


Am Mittwoch war Halloween, daher haben sich meine zwei Lieblingsfranzösinnen verkleidet und 15 Euro ausgegeben um in der Stadt zu einer Feier zu gehen. Da ich ein Faschingsbanause bin und nicht mag, habe ich mich rausgehalten und lieber ein erstes langes Gespräch mit Kai geführt, der nur noch 1 Stunde weg ist, anstelle 8h bzw. 9h.

Darüber hinaus bin ich weiterhin im Stress, muss am Dienstag das nächste Essay abgeben und habe leider noch kein Wort geschrieben, aber das Wochenende steht ja noch bevor. Am Freitag ist das nächste Essay und die Woche drauf noch eins. Also werde ich die nächsten zwei Wochen wenn Kai nicht da ist, mächtig abgelenkt sein.

Morgen wollten wir mal wieder in die Stadt zum Feiern. Benjamin, Marions Freund, kommt heute noch einmal her, und sie will ihm gerne die Cocktails in Pitchern zeigen. Darauf freue ich mich schon, da wir dieses Mal mehr Leute sind, mehr dazu nächste Woche an selber Stelle.

Noch eine freudige Nachricht, alle meine Abschlussklausuren sind vor dem 19.12., daher kann ich ab dem 19.12. mit meinen Eltern rumreisen und die letzten Tage gemeinsam mit ihnen genießen. So jetzt mache ich erst mal Schluss, ich hoffe ihr konntet ein wenig an meinem Ausflug teilhaben, ich freue mich auf Nachrichten von euch, bis nächste Woche

Eure Linda-Maria

Sonntag, 21. Oktober 2007

7. Woche

Hallo ins kalte Deutschland,

tja wenn ich heute morgen so nach aus dem Fenster schaue, kann ich nicht behaupten das es hier wunderschön ist, wettermäßig, aber ich war gerade mal an der frischen Luft und es ist auf alle Fälle nicht kalt, ich würde mal sagen 12-14 Grad.

Diese Woche ist nicht so viel passiert, da ich 3 Tage zu Hause war, weil der Tag der Offenen Tür an der Uni gewesen ist, habe ich die meisten Zeit mit lesen für mein 3 Essay verbracht, was ich heute nun auch anfangen will, mal schauen, mein Ziel sind 750 Wörter, kann aber nicht einschätzen ob das realistisch ist, muss aber werden, denn Freitag muss das Essay fertig sein, denn dann habe ich eine Woche später schon das nächste, wo ich noch nicht einmal weiß, welches Thema ich nehme.

Gestern war ich früh unterwegs, in der Stadt, mal auf dem Milk Market, der hier sehr berühmt ist. Am Anfang dachte ich, wo bin ich hier gelandet, weil ich kam mir eher wie auf dem Polenmarkt vor, jede Menge Ramsch und billige, nachgemachte Schuhe und Kleidung, aber im Innenhof des Milk Market waren dann die ganzen privaten Bauern mit Obst, Gemüse, Käse, Fischhändler, Bäcker usw. Beim letzteren habe ich auch zugeschlagen und mir Karottenkuchen gekauft. (siehe Foto)


Danach war ich bei Tesco, brauchte funktionierende Kulis, da der Schreibwarenbedarf da am billigsten ist und auch wirklich funktioniert, Preise sind da ähnlich wie bei den Tschechen, denn die Tesco-Produkte werden ja eh alle in China hergestellt. Ach und einen Dosenöffner habe ich bekommen, für 2,50 Euro geht das auch. Denn den gibt es in unserer Küche leider nicht. Danach bin ich mal in das berühmte Penny's, ein Kaufhaus wo alles recht günstig ist, da habe ich natürlich auch zugeschlagen, eine Rolli für 9 Euro und 6Paar Socken für 3 Euro, ist ja wie geschenkt. Als ich alle Besorgungen auf meiner Liste erledigt hatte, bin ich los in Richtung Autovermietung, da nächste Woche unser Ausflug ansteht und ich ein Auto gebucht habe. Ich wollte mal schauen wo das ist, wie lange man läuft und wie man sonst noch da hin kommt. Darüber hinaus hatte ich aber auch ein paar Fragen. Auf dem Weg dahin bin ich an diesen Schaufenstern vorbeigekommen. Seit ca. 2 Wochen fangen die hier an, mit dem Weihnachtszeug, ich liebe solchen Kitsch, und den Elch werde ich mir bestimmt holen, denn so einen großen Weihnachtsmann habe ich schon.



Dann bin ich halt los, auf der Karte sah das schon ziemlich weit aus, war es dann auch. Eigentlich müsste sich die Vermietung in Downtown Limerick befinden, das ist jedenfalls was in der Online-Buchungsmaske stand, aber eigentlich befindet sich das Büro am Stadtrand. Auf dem Weg dahin bin ich noch in Supermacs (wie McD oder Wendys Chicken) eingekeht und habe mir mal was ungesundes gegönnt und danach noch gegenüber bei Dunnes, um Wasser zu kaufen, zum Glück war ich dann fast da. Das Büro befindet sich in einem Opel-Autohaus, der Typ war nicht da und ich musste 2min (wurden dann vielleicht 10min) warten. Die Iren nehmen es nicht so mit Pünktlichkeit, aber auch nicht mit Zeitangaben, daher muss man überall geduldig warten und viel Zeit mitbringen.

Als ich das Auto gebucht hatte, stand im Kleingedruckten, dass unter 24 keine Gebühren für den Fahrer anfallen, in meiner Bestätigung steht nun aber 8 Euro am Tag, was noch vertretbar ist. Als ich den Typ fragte, meinte der aber, nein 25 Euro am Tag, was eine Frechheit wäre, aber ich werde mich einfach auf den Voucher berufen, denn der gilt ja schon wie ein Vertrag. Dann wollte ich das Auto für 8.00 Uhr, die machen aber erst um 10.00 Uhr auf, gut zu wissen, sonst hätte ich nächste Woche vielleicht 2h davor gewartet. Das Ende vom Lied, der Typ wusste nicht wirklich Bescheid und war zudem noch etwas unfreundlich. Mal schauen ob das diese Woche noch klappt, da will ich versuchen das Auto auf den Flughafen umzubuchen, denn die machen um 6.00 Uhr auf. Ansonsten können wir halt erst 10.00 Uhr ins Abenteuer starten,

Ja und dann waren wir ja noch mit der Suche nach einer 4. Person beschäftigt. Freitag habe ich alle Leute die mir begegnet sind, gefragt. Entweder haben sie keine Zeit, kein Geld oder schon was anderes geplant gehabt. In meiner letzten Vorlesung bin ich dann aber doch noch fündig geworden, sodass Susanna, aus Dresden übrigens, studiert aber in Hannover, mitkommt. So dass ich nich nur mit meinen zwei Lieblingsfranzösinnen bin. Worauf ich mich freue.

Ja Susanna, Alex aus Karlsruhe und Lisa aus Paris, wir waren gestern abend dann noch im Cornmarket, eine neue Bar/Club in Limerick. War echt nett, haben viel gelacht und tolle Gespräche gehabt. Tja und wie ihr an den Bildern sehen könnt auch, jede Menge zu trinken. Die Cocktails werden in Krügen je 10 Euro ausgeschenkt, da können im Grunde 4 von trinken, Alex (Brille, schwarzer Pulli) und ich haben uns die Pina Colada geteilt, Susanna (schwarzer Pulli, ohne Brille) hat ihren ganz allein getrunken. Sind dann aber gegen 11:15 mit dem Taxi (aus Sicherheitsgründen) wieder heim gefahren, da wir alle heute noch viel machen müssen. Alles in allem ein gelungener Abend.



Nächste Woche gibt es dann viele Bilder und hoffentlich auch jede Menge zu erzählen, nach unserer kleinen Rundreise, ich hoffe nur das alles klar geht, auch mit dem Auto und die Kosten nicht höher werden, als 75 Euro pro Person!

Bis dann eure Linda-Maria